Sendungen von orf tvthek herunterladen

Posted by on Jun 23, 2020 in Uncategorised | No Comments

Mit dem österreichischen Anschluss an Nazi-Deutschland und dem Einmarsch der Wehrmachtstruppen 1938 wurde die RAVAG aufgelöst und durch den Reichssender Wien ersetzt, der dem Nationalen Reichs-Rundfunk-Gesellschaftsnetzwerk (ab 1939) in Berlin unterstellt war. Eine der letzten RAVAG-Übertragungen war Schuschniggs Abschiedsrede am 11. März 1938 (“Gott rette Österreich”). Nur Stunden später zeigten Live-Übertragungen die jubelnden Anhänger seines Nazi-Nachfolgers Arthur Seyss-Inquart, den triumphalen Einzug Adolf Hitlers am nächsten Tag in Linz und seine Rede auf dem Wiener Heldenplatz. 1939 wurden die ehemaligen RAVAG-Übertragungsanlagen von der Deutschen Reichspost übernommen. Ein zusätzlicher Service, Radio 1476, der früher jeden Abend von 18.00 Bis kurz nach Mitternacht auf Mittelwelle ausgestrahlt wurde. Auf dem Programm stand eine Mischung aus Ö1-Stücken, Programmen für sprachliche und kulturelle Minderheiten, Volksmusik und Sonderproduktionen. Im Zuge der Abschaffung der Ersten Österreichischen Republik und der Umsetzung des austrofaschistischen Ständestaates durch Kanzler Engelbert Dollfuß 1934 wurden die RAVAG-Studios während des österreichischen Bürgerkrieges im Februar sowie von den Protagonisten des Nazi-Juliputsches bekämpft, als mehrere Aufständische das Studio betraten und Dollfußs Rücktritt ankündigten (er wurde tatsächlich in seinem besetzten Kanzleramt getötet). Dollfuß` Nachfolger Kurt Schuschnigg ließ das abgerissene Sendezentrum durch das neue Radiokulturhaus (heute Funkhaus Wien) in der Nähe der Theresianum-Akademie in Wien-Wieden ersetzen, von Clemens Holzmeister entworfen und von 1935 bis 1939 errichtet.

Die österreichische Regierung nutzte RAVAG-Sendungen weithin für Propagandaaktivitäten, trotzte massiven grenzüberschreitenden Nazi-Propagandasendungen, die von deutschen Sendern in der Region München ausgestrahlt wurden, förderte aber auch die Live-Übertragung von Massenfeiern. Der Österreichische Rundfunk (ORF) ist ein österreichischer öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Gefördert aus einer Kombination aus Tv-Lizenzgebühreneinnahmen und begrenzter On-Air-Werbung ist der ORF der dominierende Akteur in den österreichischen Rundfunkmedien.